InnaMoRuhr App

Zu sehen sind ein Laptop, ein Bildschirm, ein Tablet und ein Smartphone, auf welchen jeweils Ausschnitte aus der InnaMo-App geöffnet sind.
InnaMoRuhr im Browser und für iOS und Android

Mobilitätstagebuch

Die von der Universität Duisburg-Essen entwickelte App für das InnaMoRuhr Projekt ermöglicht die automatische Erfassung eines Mobilitätstagebuchs. Für die Erstellung des Tagebuchs wird der Gerätestandort kontinuierlich im Hintergrund bestimmt und auf dem Smartphone gespeichert. Die gespeicherten Daten werden auf dem Smartphone periodisch analysiert, um einzelne Wegstrecken zu erkennen. Zum Schutz der Privatspähre der Nutzer werden der Start- und Zielpunkt der Wegstrecken verschleiert und die längeren Aufenthalte an einzelnen Orten gelöscht. Erkannte Wegstrecken können vom Nutzer mit Hilfe eines Feedbackformulars einfach bewertet und kommentiert werden.

Nach Abschluss der Klassifiktion und Verschleierung auf dem Smartphone des Nutzers, werden die verbleibenden Standortdaten an ein Rechnersystem der Universität Duisburg-Essen übertragen. Dort werden die eingehenden Daten von Mitarbeitern des Lehrstuhls für Networked Embedded Systems mit Hilfe eines eigens entwickelten Klassifikationsverfahrens automatisch ausgewertet. Auf Basis der Bewegungsgeschwindigkeit und der genutzten Wege, erfolgt zunächst eine Erkennung von Laufstrecken, Radfahrten und Fahrten mit anderen Fahrzeugen (PKW, Bus, Bahn, etc.). Um die Fahrten mit Fahrzeugen korrekt zu kategorisieren, werden die gesammelten Wegstrecken mit den ÖPNV Soll-Fahrplandaten verknüpft. Da die Soll-Fahrplandaten nicht immer dem Ist-Zustand entsprechen, werden entsprechende Heuristiken eingesetzt, um verspätete Abfahrten korrekt zu behandeln.

Das Ergebnis der Klassifikation sind Ketten von Bewegungsmodalitäten für einzelne Wegstrecken mit zugehörigen Zeit- und Distanzangaben. Diese werden von den Projektpartnern in Duisburg und Dortmund ausgewertet. Die konkrete Nutzung der Daten unterscheidet sich dabei je nach Anwendungsfeld. In Duisburg helfen die Daten, ein besseres Verständnis für das Nutzerverhalten zu entwickeln und in Dortmund liefern sie die Basis für realitätsnahe Simulationen.

Graphik eines Smartphones, auf welchem ein Ausschnitt des InnaMo-Mobilitätstagebuchs geöffnet ist.


Routenplaner

Zur Unterstützung der Experimente im Reallabor, entwickeln mehrere Projektpartner derzeit einen webbasierten Routenplaner, der verschiedene Mobilitätsangebote integriert. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist eine erste Version online und in die mobilen Apps für Android und iOS integriert.

Die aktuelle Version ermöglicht die integrierte Planung von Strecken, die den öffentlichen Personennahverkehr mit dem im Ruhrgebiet weit verbreiteten Bike-Sharing Angebot von NextBike verbindet. Dabei bietet der Planer Zugriff auf die Echzeitdaten aus den Systemen des VRR und von NextBike. Darüber hinaus integriert die App mehrere Datenquellen. Dazu gehören unter anderem Daten zur Ladeinfrastuktur von E-Fahrzeugen, Echtzeitdaten zu Mikromobilitätsangeboten (z.B. Escooter von TIER) und Verfügbarkeitsdaten zu E-Fahrzeugen der RUB.

Weitere Funktionen umfassen eine multimodale Routenplanung, die die Mikromobilitätsangebote mit den Angeboten des ÖPNV verknüpft, sowie die Integration weiterer Datenquellen.

InnaMoRuhr Routenplaner

Erfolgreicher Abschluss der Datenerfassung

Die Experimente im InnaMoRuhr Reallabor sind abgeschlossen. Während der Experimente konnten wir die Mobilität von 161 Angehörigen der UA Ruhr detailliert erfassen. Zusammen haben die Teilnehmer:innen mit der InnaMoRuhr App eine Strecke von mehr als 147.000 Kilometern zurückgelegt und dabei Feedback zu fast 4000 Wegstrecken geliefert.

Mit Version 2.7 der InnaMoRuhr App für iOS und Android haben wir das Hochladen weiterer Daten deaktiviert und auf Anregung einiger Teilnehmer:innen eine Exportfunktion für die erfassten Daten integriert.

Reallabor abgeschlossen

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmer:innen für die tatkräftige Mitwirkung an InnaMoRuhr.