Willkommen bei InnaMoRuhr

In einem multidisziplinären Konsortium aus Sozial-, Wirtschafts-und Ingenieurwissenschaften gehen Forscher:innen der drei UA Ruhr-Universitäten der Frage nach, wie die Mobilität im Ruhrgebiet nachhaltig gestaltet werden kann. Das Projekt wird ein Konzept einer integrierten, nachhaltigen Mobilität für die Universitätsallianz Ruhr entwickeln und in einem Feldversuch praktisch erproben. Dabei werden die folgenden drei Schritte durchlaufen:

Befragung

Mit Hilfe von Befragungen, Interviews und statistischen Auswertungen wird zunächst eine detaillierte Bestandsaufnahme der Ist-Situation vorgenommen. Letztendlich wird die Bereitschaft der Teilnehmenden erfragt, ihr Verhalten nachhaltig zu ändern und innovative Angebote zu nutzen.

Workshops

Die im ersten Schritt erhobenen und zu Szenarien verdichteten Daten werden in mehreren Stakeholder-Workshops diskutiert und verfeinert. Mit dem Ziel konsensfähige Szenarien zu entwickeln, um diese simulativ zu testen, fanden die Workshops bereits mit insgesamt 43 TeilnehmerInnen statt.

Erprobung

Der von der TU Dortmund weiterentwickelte Simulator MATSim wird genutzt, um ein Verkehrsmodell zu entwickeln, welches das Verkehrsgeschehen rund um die vier UA Ruhr-Standorte abbildet. Im Reallabor werden im Anschluss neuartige Mobilitätslösungen getestet, die Teil des integrierten, nachhaltigen Mobilitätskonzeptes sind.

Aktuelles aus dem Projekt

Die neuesten Beiträge aus dem Projekt. Eine Übersicht aller Beiträge finden Sie unter "Aktuelles".

5. Szenarioworkshop in Bochum

Am 31.05. fand der 5. und abschließende Workshop im Rahmen des InnaMoRuhr Projekts statt. Nach einer kurzen Einführung und einem Vortrag von Prof. Dr. Weyer, der Reallabor Entwürfe und Sim-Ergebnisse beinhaltete, fanden sich die Arbeitsgruppen zusammen. Nachdem die drei Themen Fahrradparkhaus, Mobilitätsbudget und Carsharing vorgestellt wurden, wurden künstlerisch und interaktiv Storyboards erarbeitet und danach ein Prototyp eines Fahrradparkhauses erstellt. Alle Ergebnisse wurden präsentiert und der weitere Verlauf des Projekts diskutiert.

„Towards the New Normal in Mobility“

Am 23.06.22 fand das 14. „Wissenschaftsforum Mobilität“ in Duisburg statt. Ausgerichtet wird dieses seit 2009 vom Lehrstuhl für Allgemeine BWL & Internationales Automobilmanagement der Universität Duisburg-Essen. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit zur Diskussion und Präsentation von Forschungsergebnissen rund um das Thema „Mobilität“.  Dieses Jahr waren mehrere Mitglieder des InnaMoRuhr-Projekts mit verschiedenen Vorträgen vertreten. 

Der Beitrag, vorgestellt von Sebastian Willen und Petra Stein, mit dem Titel: „Exploring new urban commuting – Szenarienentwicklung einer nachhaltigen und integrierten Mobilität für die UA Ruhr auf Basis eines Mixed-Method-Ansatzes“ repräsentiert die Ergebnisse der Arbeitsgruppe bestehend aus den weiteren Mitgliedern Kay Cepera, Lisa Kraus, Timo Leontaris, Marlon Philipp, Marvin Siegmann und Johannes Weyer. Er behandelt dabei die Frage, wie eine nachhaltige Mobilität zukünftig aussehen kann und berücksichtigt dabei Nachhaltigkeitsziele von Universitäten des Ruhrgebiets hinsichtlich ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Gesichtspunkte.

Sustainable Urban Transportation Criteria and Measurement—A Systematic Literature Review

Das 2021 in der Zeitschrift „Sustainability“ erschienene Paper von Lisa Kraus und Heike Proff, hilft Mobilitätsmanagern, Entscheidungen über städtische Verkehrskonzepte zu treffen und Projekte zu betreuen. Dafür wird eine systematische Literaturrecherche und Analyse nachhaltiger Transportkriterien anhand von 21 Artikeln aus Zeitschriften durchgeführt, die im deutschen Bewertungssystem JOURQUAL3 (JQ3) gelistet und zwischen 2010 und 2022 veröffentlicht wurden. Ziel dabei ist es, allgemein anerkannte Kriterien für die Verfolgung des Fortschritts von städtischen nachhaltigen Verkehrsprojekten zu entwickeln, um so auf ein einheitliches Lexikon für Nachhaltigkeitselemente zurückgreifen zu können. Innerhalb einer Hierarchie bestehend aus den Nachhaltigkeitsdimensionen: Zielen, Kriterien und Indikatoren, werden die Hauptkriterien für urbanen multimodalen nachhaltigen Verkehr identifiziert. Es werden 13 soziale, 11 ökonomische und 9 ökologische Hauptkriterien festgelegt. 

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