Willkommen bei InnaMoRuhr

In einem multidisziplinären Konsortium aus Sozial-, Wirtschafts-und Ingenieurwissenschaften gehen Forscher:innen der drei UA Ruhr-Universitäten der Frage nach, wie die Mobilität im Ruhrgebiet nachhaltig gestaltet werden kann. Das Projekt wird ein Konzept einer integrierten, nachhaltigen Mobilität für die Universitätsallianz Ruhr entwickeln und in einem Feldversuch praktisch erproben. Dabei werden die folgenden drei Schritte durchlaufen:

Befragung

Mit Hilfe von Befragungen, Interviews und statistischen Auswertungen wird zunächst eine detaillierte Bestandsaufnahme der Ist-Situation vorgenommen. Letztendlich wird die Bereitschaft der Teilnehmenden erfragt, ihr Verhalten nachhaltig zu ändern und innovative Angebote zu nutzen.

Workshops

Die im ersten Schritt erhobenen und zu Szenarien verdichteten Daten werden in mehreren Stakeholder-Workshops diskutiert und verfeinert. Mit dem Ziel konsensfähige Szenarien zu entwickeln, um diese simulativ zu testen, fanden die Workshops bereits mit insgesamt 43 TeilnehmerInnen statt.

Erprobung

Der von der TU Dortmund weiterentwickelte Simulator MATSim wird genutzt, um ein Verkehrsmodell zu entwickeln, welches das Verkehrsgeschehen rund um die vier UA Ruhr-Standorte abbildet. Im Reallabor werden im Anschluss neuartige Mobilitätslösungen getestet, die Teil des integrierten, nachhaltigen Mobilitätskonzeptes sind.

Aktuelles aus dem Projekt

Die neuesten Beiträge aus dem Projekt. Eine Übersicht aller Beiträge finden Sie unter "Aktuelles".

Beendigung AP7: Abschluss der Reallabore

Die im Arbeitspaket 7 durchgeführten Reallabore Carsharing, Fahrradhub und Mobilitätsbudget wurden nun, nach einer Laufzeit von drei Monaten erfolgreich beendet. Teilnehmende hatten die Möglichkeit ihren Mobilitätsbedarf IT-gestützt zu erfassen und, darauf aufbauend, die neuartigen Mobilitäts-Services zu nutzen.

Nutzung der Angebote

Letztendlich wurden mit den sechs Carsharing-Elektrofahrzeugen vom 10.10.2022 bis zum 16.12.2022 insgesamt 412 Fahrten unternommen, wobei ca. 6500 km zurückgelegt wurden.

Auch das Fahrradhub wurde genutzt: die Box wurde insgesamt 86 mal gebucht, was einer Gesamtbuchungsdauer von 269 Tagen entspricht. Die Nextbike-Station am Fahrradhub konnte insgesamt 727 Buchungen verzeichnen.

Mittels Mobilitätsbudget wurden in den Monaten November und Dezember insgesamt 1570 Fahrten von 109 Teilnehmenden gebucht. Fast die Hälfte (48,3%) aller Fahrten entfiel dabei auf  Mikromobilitätsoptionen (E-Scooter, Bikesharing), weitere 42% entfielen auf Verkehrsmittel des Öffentlichen Verkehrs (Bus, Straßenbahn, Bahn). Insgesamt wurden knapp 75% des verausgabten Budgets für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln ausgegeben, gefolgt von Mikromobilitätsoptionen (10,8%) und Carsharing (8,6%). 

Start der Zwischenevaluation

Im Laufe dieser Woche wurden die Fragebögen für eine Zwischenevaluation der Reallabore verschickt. Die Teilnehmenden wurden bei dieser zu ihrer Nutzung der zu erprobenden Angebote, ihren Einstellungen gegenüber den Angeboten während der Nutzung sowie zu generellen Mobilitätspräferenzen befragt. 

Eine weitere abschließende Befragung folgt Ende Januar – einen Monat nach Beendung der Reallabore. Ziel wird es sein herauszufinden, ob die Angebote langfristig etwas an der Einstellung der Teilnehmenden geändert haben. 

KoMet Ruhr Lecture: Methods of transformation research

Am 28. November fand die KoMet Ruhr Lecture statt. Im Rahmen des Vortrags „Methods of transformation research. The case of sustainable transportation in the Ruhr district“ wurde der Mixed Method Ansatz des InnaMoRuhr Projekts vorgestellt und mit teilnehmenden Studierenden diskutiert. 

Zunächst wurde eine Einführung zur Transformationsforschung und der Modellierung soziotechnischer Systeme gegeben. Es folgte eine Präsentation qualitativer und quantitativer Methoden der Mobilitätsforschung sowie der Ergebnissen aus dem Projekt und den damit verbundenen Szenarioworkshops und Reallaboren. Zuletzt wurde auf die Simulation, mit der das zukünftige Mobilitätsverhalten betroffener Personen nachgebildet werden soll, und auf das Mobilitätstracking mit Hilfe der InnaMoRuhr-App eingegangen.

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